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GIM Value Visuals: Werte und Politik-Studie  

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    Werte und Politik-Studie

    Am Wähler vorbei

    Die Studie "Werte und Politik" (WuP) des Marktforschungsinstituts GIM zeigt Wertelücken zwischen Parteien und Wählern: Zentrale persönliche Werte der Wähler finden wenig Resonanz bei den Parteien.

    Die Parteien stehen nicht für das, was den Wählern wirklich wichtig ist – so die aktuelle Werte-Studie der GIM. Die Studie liefert neue Erkenntnisse zu den persönlichen Werten der Wähler und dem Werteimage der Parteien. Sie zeigt, dass die Wähler ihre zentralen Werte bei den Parteien nur noch bedingt wiederfinden.

    Selbst die beiden großen Volksparteien weisen deutliche Aussetzer und Dissonanzen in ihrer Wertepartitur auf. Die Studie offenbart Stärken und Schwächen der unterschiedlichen Werte­profile der fünf Parteien und zeigt, wofür sie wirklich stehen – nicht in den Wahl- oder Partei­programmen, sondern in den Köpfen der Wähler, die oft ganz andere Werte mit der jeweiligen Partei verbinden. Die Parteien scheinen in ihrer Funktion als Wertevermittler nicht mehr zu überzeugen.

    GIM hat die Bundestagswahl am 18. September zum Anlass genommen, um im Vorfeld dieser Wahl mit einem innovativen methodischen Zugang Werteimages der Parteien und die Werteorientierungen der Deutschen zu erforschen. Im Rahmen einer repräsentativen Online-Befragung der wahlberechtigten Bevölkerung (n=1002) hat GIM die Wähler gefragt, wie sie die Parteien wahrnehmen, und erforscht, inwiefern diese Images die zentralen Werte und normativen Orientierungen ihrer Wähler abbilden.

    Das Wichtigste in Kürze

    Die zentralen persönlichen Wertorientierungen der Wähler 2005

    • Neue soziale Befindlichkeit - Ende der Spaßgesellschaft
      Auf Grund politischer und gesellschaftlicher Veränderungen und Enttäuschungen herrscht in Deutschland aktuell eine neue Sehnsucht nach sozialem Zusammenhalt, die Zeit des egoistischen Hedonismus ist vorbei.
    • Wohlstand ohne Leistung
      Das Ziel Wohlstand ist wichtig, der Weg Leistung nicht. Der Anspruch Wohlstand zu haben ist stark. Aber fehlt der Anreiz für die Leistung, um ihn zu erreichen? Ist die Ge­wissheit mit Einsatz und Engagement weiter zu kommen, verloren gegangen?
    • Ängstliche Jungwähler
      Die Jungen fühlen sich bedroht und blicken ängstlich gen Zukunft, im Vordergrund steht das materielle und emotionale Wohlergehen.

    Die Werteprofile der einzelnen Parteien

    • CDU/CSU: Stabil, aber wenig behaglich: Eine feste, sozial kühle, Burg mit breitem Wertefundament. Schwerpunkt bei Bestände schaffen und sichern.
    • SPD: Sozialer Kitt und soziale Behaglichkeit: Warmer, großer Rahmen fürs menschliche Miteinander, mit wenig, greifbarem Mobiliar gefüllt.
    • Bündnis 90 / Die Grünen: Einprägsam und überzeugend, aber nur eingeschränkt funktional: Naturfreunde, offen und  sozial behaglich jedoch ohne Leistungs­orientie­rung.
    • FDP: Freigeist, schön gestylt und just for fun: Fürs Haben und Zeigen, für selbst­ver­wirklichende Hedonisten.
    • WASG/ Die Linke. PDS: Protest UND Anpassung.


    Mehr zu den Ergebnissen der Werte und Politik-Studie finden Sie hier (GIM_WuP_Studie_Ergebnisse_L2.pdf - 91 KB)




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